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ORF - Gesundheit -- Herzinfarkt und Krebs durch Feinstaub PDF Print E-mail
Tuesday, 22 January 2008
Laserdrucker. (Bild: ORF)
Herzinfarkt und Krebs durch Feinstaub
Weltweit werden die Folgen von Feinstaub für die Gesundheit untersucht. Neben Dieselmotoren sind auch Laserdrucker Feinstaubschleudern. Herzinfarkt und Krebs können die Folgen von Feinstaubbelastung sein.
Ärzte empfehlen Maßnahmen
Der Umweltsprecher der Tiroler Ärztekammer, Heinz Fuchsig, hat am Dienstag ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen, wie jeder Einzelne, aber auch die Politik, Feinstaub vermeiden kann. Unterstützt wurde er dabei von Ärzten aus der Schweiz und aus Wien.

Mit jedem Atemzug atmen wir Millionen von feinsten unsichtbaren sogenannten Nano-Partikeln ein. Sie stammen aus dem Verkehr oder auch aus dem Kopierer oder dem Laserdrucker. In höheren Konzentrationen machen sie krank, sagt der Anatom Peter Gehr aus Bern. Das könne bis zum Herzinfarkt gehen. Im Diesel seien viele Stoffe karzinogen, "Dieselabgase führen zu Krebs".
Strenge Regeln in London
Die wirksamste Maßnahme gegen Nanopartikel aus dem Auspuff sind Pkws mit serienmäßig eingebautem Dieselfilter oder nachgerüstete Partikelfilter bei Schwerfahrzeugen und Baumaschinen.

Würde man es in Tirol so machen, wie es heuer in London gemacht wird, wäre schon viel getan, meint Heinz Fuchsig. Aber einer gewissen Zeit dürfe nicht mehr in die Stadt gefahren werden. Wer nicht nachrüste, müsse 300 Euro pro Tag bezahlen für ein Fahrzeug über 3,5 Tonnen. Das gelte ab Mitte dieses Jahres.
In Tirol tendenziell Verschlechterung
Dabei ist seit den 50er-Jahren in Sachen Luftqualität einiges passiert, weiß Hanns Moshammer, Umweltmediziner an der Universität Wien, etwa in den achtziger Jahren mit der Einführung des Katalysators. Seit der Jahrtausendwende gebe es aber in Tirol gerade bei verkehrsnahen Stationen tendenziell Verschlechterungen bei Stickoxiden und Feinstaub.

Wenn man schon nicht darauf vertrauen kann, dass der Verkehr bald von selber weniger wird, empfiehlt der Arzt einfachen Selbstschutz durch das Essen von grünem Gemüse und Obst.
Drucker aus Büroräumen verbannen
Auch im Büro gebe es Möglichkeiten, schädlichen Feinstaub zu vermeiden, etwa viel benutzte Drucker aus dem Raum zu entfernen oder deren Abluft zu filtern. Die Geräte emittierten auch im Standby-Modus viel Feinstaub, daher solle man sie abschalten, wenn sie nicht gebraucht werden.

Solche Maßnahmen empfehlen sich dringend, denn in geschlossenen Büros mit Laserdrucker ist die Feinstaubbelastung dreimal so hoch wie im Freien.

Lesen Sie den Originalartikel auf ORF.AT

 
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