Ausdünstungen aus Laserdruckern stehen seit Jahren im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Mit einem neuen Online-Angebot versucht das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA), Licht in den Dschungel der zum Teil widersprüchlichen Studienergebnisse zu bringen. Das Institut gibt außerdem Tipps, wie man im Büroalltag am besten mit Laserdruckern umgeht und welche Geräte es für empfehlenswert hält. „Immer mehr Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Toner in Laserdruckern Krebs erregen können“, hieß es kürzlich in Medienberichten zu einer Studie der Universität Rostock, in der es um die Gesundheitsgefahren von Laserdruckern geht. Unterschiedliche StudienergebnisseEine Doktorandin hatte in der Lunge eines verstorbenen Servicetechnikers Tonerpartikel gefunden. Der Mann war an Lungenkrebs gestorben und hatte testamentarisch verfügt, dass der Tumor nach seinem Tod wissenschaftlich untersucht werden sollte. Solche Ergebnisse sind Wasser auf die Mühlen von Kritikern wie etwa der Interessengemeinschaft Tonergeschädigter, die seit Jahren vor den gesundheitlichen Gefahren durch Tonerstaub warnen. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) konnte in einer im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichten Studie hingegen keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen den Emissionen aus Laserdruckern und den von vermeintlichen Tonergeschädigten behaupteten gesundheitlichen Beschwerden feststellen. Liste der Drucker mit UmweltzeichenWer mehr über den aktuellen Stand der Forschung wissen und schon beim Kauf eines Druckers die richtige Entscheidung treffen will, ist auf den neuen Internetseiten des BGIA richtig. Hier ist nicht nur die 26-seitige Studie des BfR veröffentlicht. Auf den Internetseiten sind außerdem Tipps zur Reinigung und Wartung sowie zum sicheren Betrieb von Laserdruckern zu finden. Besonders hilfreich ist eine Liste von Laserdruckern, welche das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erhalten haben. So kann man Fehlkäufe verhindern und überprüfen, ob ein möglicherweise bereits vorhandenes Gerät gesundheitliche Mindeststandards erfüllt. „Ein klarer Zusammenhang zwischen Geräteausdünstungen und Gesundheitsproblemen ist heute in der Fachwelt noch umstritten“, erklärt BGIA-Gefahrstoffexperte Dr. Hort Kleine. „Solange keine Klarheit besteht, raten wir dazu, nur geprüfte, schadstoffarme Drucker zu verwenden“, so der Experte weiter. Eine Liste wichtiger TippsAuch die Zeitschrift Computerbild weist bei Tests von Laserdruckern regelmäßig auf mögliche Gesundheitsgefahren hin. Anlässlich eines im Jahr 2007 veröffentlichten Tests hat die Redaktion folgende Empfehlungen im Umgang mit Laserdruckern gegeben: Die Tipps zum Umgang mit Laserdruckern der Computerbild-Redaktion | - Laserdrucker sollten nach Möglichkeit in einem separaten Raum aufgestellt werden, der nicht als ständiger Arbeitsplatz genutzt wird.
- Wer in Räumen von unter zehn Quadratmetern Größe arbeitet, sollte dort keinen Laserdrucker benutzen.
- Räume, in denen mit Laserdruckern gearbeitet wird, müssen gut belüftet sein. Bei größeren Druckaufträgen sollte man die Fenster öffnen und den Raum verlassen.
- Der Laserdrucker muss so aufgestellt werden, dass seine Abluft nicht auf den Arbeitsplatz gerichtet ist.
- In der Nähe von Laserdruckern sollte man keine Nahrungsmittel zu sich nehmen.
- Ein Hautkontakt mit Toner ist unbedingt zu vermeiden. Beim Tonerwechsel solle man Handschuhe tragen. Falls es zu einem Kontakt mit Toner kommt, sollte man die betroffenen Hautpartien gründlich mit kaltem (!) Wasser und Seife reinigen.
- Wer viel druckt, sollte seinen Laserdrucker regelmäßig von einem Fachmann warten und reinigen lassen.
Quelle: Computerbild 2007 |
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